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Pop-Report vom 04.03.2010 |
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CD Kritik
Broken Bells: "Broken Bells"
Berückender Space-Pop des Super-Duos
Hinter dem Projekt Broken Bells verstecken sich Brian Burton aka Danger Mouse und James Mercer. Ersterer ist bekannt als genialischer Produzent und Kopf hinter Gnarls Barkley, letzterer ist Sänger der US-Indie-Pop-Band The Shins.
Diese Konstellation lässt die Erwartungen an "Broken Bells" in entsprechende Höhen wachsen. Allerdings zeigt die Erfahrung, dass geballter musikalischer Starruhm nicht automatisch ähnlich gute Platten zeitigt.
Danger Mouse und James Mercer, die planen langfristig zusammenzuarbeiten, umschiffen diese Klippe fast. "Broken Bells" ist ein harmoniebeseeltes Album mit eingängigen, verspielten Songs. Von jemandem wie Burton hätte man allerdings mehr Experimentierwillen erwartet. Mercers Stimme und die Arrangements lassen zumeist The Shins vor dem geistigen Ohr auferstehen, so dass man sich fragt, warum es eines eigenen Projektes bedurft hat.
Kennen gelernt haben sich Burton und Mercer 2004 backstage beim dänischen Roskilde-Festival, doch erst 2008 bot sich die Gelegenheit zu einer Kollaboration. Insgesamt 20 Songs wurden zusammen für "Broken Bells" geschrieben, zehn schließlich aufgenommen. Mit Ausnahme der reichlich zum Einsatz kommenden Streicher wurden alle Instrumente von den beiden selbst eingespielt und selbstredend hat Burton produziert.
Am nächsten bei sich ist der vom HipHop herkommende Burton beim Song "The Ghost Inside", der mit seinem dumpfen Beat tatsächlich etwas an Gnarls Barkley erinnert. Lässt man The Shins einmal beiseite, dann lässt sich der Sound von Broken Bells am ehesten mit einer anderen Supergroup, die Burton als Produzent betreute, vergleichen: The Good, The Bad And The Queen. "The High Road", das als Vorabsingle erschienen ist, "Your Head Is On Fire", "Trap Doors", "Citizen" oder "Vaporize" sind entrückter, sanft schwebender Pop mit Psychedelic- und Beach Boys-Anleihen.
Etwas aus dem Rahmen fallen "Mongrel Heart" und "The Mall & Misery", die das Album beschließen. Diese Highlights sind Indie-Hymnen auf Synthie-Basis mit einem guten Schuss Achtziger-Flair. Auch wenn sie das Gesamtbild ein wenig zerfasern, haben beide Songs Club-Potential, während der Rest, abgesehen von besagtem "The Ghost Inside", eher heimelige Stimmung verbreitet.
"Broken Bells" erscheint am 5. März 2010 (Sony).
www.brokenbells.com (ra) |
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