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Pop-Report vom 21.01.2010 |
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CD Kritik
Eels: "End Times"
Good News For People Who Love Bad News
Schlag auf Schlag geht es zurzeit bei den Eels: Nachdem zwischen dem Großwerk "Blinking Lights and other Revelations" und dem letzten Album "Hombre Lobo" rund vier Jahre lagen, erscheint jetzt nur ein gutes halbes Jahr später mit "End Times" das achte Album aus der Feder von Mark Oliver Everett aka E.
Während der Vorgänger "Hombre Lobo" aus der Sicht eines fiktionalen Charakters geschrieben wurde, ist "End Times" autobiografisch gefärbt und handelt von Verlust, Verzweiflung und dem Altwerden. Everett ist zwar erst 46, aber "mittleres Alter ist in meiner Familie oft schon das hohe Alter." So wurde sein Vater nur 52 und auch Mutter, Schwester und weitere Familienmitglieder starben früh (verarbeitet wurde dies unter anderem in dem Eels-Album "Electro-Shock Blues").
Mehr als andere spürt Everett also, dass die Zeit begrenzt ist und vorher erledigt werden muss, was zu erledigen ist: "Ich fühlte mich schuldig wegen der lange Pausen zwischen den letzten beiden Alben. Deswegen versuche ich jetzt, die verlorene Zeit wieder aufzuholen." Dabei war Everett durchaus nicht untätig: Er hat eine Autobiographie geschrieben ("Things The Grandchildren Should Know"), eine BBC-Dokumentation über seinen Vater, den Quantenphysiker Hugh Everett III, gedreht und weltweit getourt. "Jetzt bin ich wieder zurück in meinem richtigen Job: Vollzeitmusiker", so der Songwriter.
Der Thematik entsprechend ist die Grundstimmung von "End Times" düster und melancholisch. Es gibt aber auch Schöhnheit und Hoffnung. Everet besingt Apfelbäume und kleine Vögel und in "On My Feet" heißt es: "Being on my feet these days / well it´s a wonder I survive / No one thaught me how to live or love / I´m running scared / One sweet day I´ll be back on my feet / and I´ll be alright."
Weitgehend im Alleingang auf einer alten Vierspurbandmaschine aufgenommen, sind die Songs zumeist auf Gesang, Gitarre und Piano konzentriert. Nur "Gone Man", "Paradise Blues!" und das scheppernden "Unhinged", ein Highlight der Platte, lassen Rock-Feeling aufkommen. "End Times" ist ein tief greifendes Singer-Songwriter-Album, das die These belegt, dass aus Trauer und Verzweiflung oft die schönsten Songs geboren werden und ist insofern auch ein tröstliches Album.
"End Times" erscheint am 22.01.2010 (Vagrant). Das komplette Album kann unter www.myspace.com/eels vorgehört werden.
www.eelstheband.com (ra) |
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