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(Pop Up 2010 |
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Wir tanzen Mechanik! |
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Die Midem verzeichnete in diesem Jahr ein Besucherminus von 10 Prozent und die Popkomm fiel 2009 gleich ganz aus. Während die Krise im Musikgeschäft die großen, generalistischen Messen voll erwischt hat, geben sich die kleinen, spezialisierten Treffpunkte der Branche davon bislang weitgehend unbeeindruckt. Messen wie die C/O Pop, das Reeperbahn Festival, das im vergangenen Jahr mit dem Reeperbahn Campus erstmals eine Konferenz im Programm hatte, oder die Pop Up scheinen dagegen die Krise als Chance zu nutzen.
Mit einem zugespitzten Kongress-Programm, einem überzeugenden, frischen Festival Line Up und vor allem Glaubwürdigkeit in der Musikszene (zudem sind die Anmeldegebühren vergleichsweise preiswert) behaupten sich die kleinen und mittelgroßen Messen in ihrer Nische. So auch die Pop Up. Das Leipziger "Treffen für die unabhängige Musikszene und –wirtschaft" richtet sich an Musiker, Labels, Fans, Agenturen, Clubs oder auch Medien, die ihr Schaffen dem schillernden Oberbegriff "Independent" zuordnen.
Wir tanzen Mechanik!
Die Pop Up, die 2010 unter dem Motto "Wir tanzen Mechanik!" steht, kann bislang auf acht Ausgaben zurückblicken. In diesem Jahr findet sie am 7. und 8. Mai statt und bietet so erstmalig zwei Messetage. Nachdem die Messe im vergangenen Jahr in den Volkspalast ausweichen musste, kann sie diesmal wieder im inzwischen erweiterten Werk II - "im Herzen der Leipziger Subkulturen", wie die Veranstalter auf ihrer Homepage verlauten lassen - über die Bühne gehen.
Entsprechend dem Credo der Messe, "Von Fans für Fans", soll die Pop Up allen offen stehen. So kostet die Ausstellerakkreditierung inklusive Messestand für vier Personen nur 90 Euro. Wer die Pop Up besonders unterstützen möchte, kann auch eine Förder-Ausstellerakkreditierung für 150,00 Euro buchen. Die Niedrigpreispolitik soll gerade auch Low- und No-Budget-Aussteller nach Leipzig locken. Besonders kreative Aussteller werden in diesem Jahr erstmals vom Messepublikum für ihren Stand mit dem "Goldenen Bauzaun 2010" belohnt.
Disko und Diskurs
Die Akkreditierung beinhaltet neben der Messe und den Showcases im Werk II auch den Besuch des Forums. Hier diskutieren Musiker, Labelmacher, Experten, Journalisten und Fans die aktuellen Entwicklungen der Branche. Die ersten kontroversen Paneltitel stehen auch schon fest. So geht es bei "Ich scheiss’ auf deine Biografie" um Authentizität im Musikgeschäft. "I love my iComm" handelt von der wachsenden Bedeutung der Social Music Networks. In dem frei nach Kraftwerk benannten Panel "Wir tanzen Mechanik!" steht die Krise des Musikjournalismus im Mittelpunkt und "Meine Miete steigt, also brennt Dein Auto!" greift das Problemfeld Kreativwirtschaft und Gentrifizierung auf.
Keine Musikmesse ohne Festival. Die abendlichen Live-Auftritte von Newcomern und etablierten Indie-Acts finden in ausgewählten Leipziger Clubs statt, die alle fußläufig zu erreichen sind. Als erste Künstler wurden die Kölner Band Beat!Beat!Beat!, die Berliner Jeans Team und John Roberts, die me succeeds-Sängerin Mohna aus Hamburg und Wolf Parade aus Montreal angekündigt.
Für Fachbesucher kostet der Messeeintritt schmale 15 Euro und die kombinierte Festivalakkreditierung günstige 45 Euro. Letzter Anmeldetermin ist der 31. März 2010. Für Nur-Festivalbesucher ist das Ticket mit 30 Euro im Vorverkauf bzw. 38 Euro an der Abendkasse sogar günstiger als im vergangenen Jahr, im Einzelverkauf kostet der Freitag 18 Euro und der Samstag 25 Euro. Der Vorkauf dieser Tickets wird im Februar starten.
Anmeldungen und Infos unter www.leipzig-popup.de |
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